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Interview mit Karsten Schulz: Digitalisierung in der Endurance Branche



Hallo Karsten, es freut uns, dass Du Dir Zeit für unser Interview nimmst. Du hast Dir mit der Marke enduu ja bereits einen Namen in der Endurance Branche gemacht. Nun hast Du auch die Idee eines Finisher Boards realisiert. Erzähl uns doch kurz was zu Deinen Produkten und zu den Beweggründen, diese Produkte zu realisieren und zu vertreiben.

Richtig, wir haben zwei Produkte, die auf die gleiche Zielgruppe abzielen, von dem Grundgedanken jedoch sehr unterschiedlich sind.

Seit 2013 bereits vermarkte ich unser Hauptprodukt enduu basic, eine 25ml Trinkampulle, ein low-carb Ausdauerbooster mit Aminosäuren, Mineralien, Spurenelementen und natürlich Koffein. Ergänzende Produkte, wie Riegel, Iso und Proteine kamen sukzessive hinzu.
Im Frühjahr 2017 habe ich dann verschiedene selfmade Medaillenhalter bei Pinterest gesehen und dachte mir, sowas passt gut zu meiner Zielgruppe und wir könnten mit einem FinisherBoard in Serie gehen.

Du warst ja bis zum letzten Jahr noch als Vertriebsmitarbeiter in einem mittelständischen Unternehmen tätig, und das auch sehr erfolgreich. Dennoch hast Du Dich dazu entschlossen, Dich auf ein eigenes Unternehmen zu konzentrieren. Was waren Deine Beweggründe?

Nach 17 Jahren in der IT und Consulting Branche brauchte ich eine Auszeit; seit einem Jahr konzentriere ich mich nun auf mein eigenes Business. Aus der nebenberuflichen Tätigkeit heraus, habe ich den Versuch gewagt, mein Unternehmerdasein auf die nächste Stufe zu heben.

Darüber hinaus bist Du ja auch selbst ein begeisterter Läufer. Neben dem Unternehmen ist auch das eine zeitintensive Aktivität. Wie darf ich mir einen typischen Tag von Dir vorstellen?

Als Selbständiger hat man immer und nie Zeit. Ich habe eine 7-Tage Woche, gleichzeitig kann ich meinen Arbeitsalltag weitestgehend selbst bestimmen. Mein Online Shop ist immer geöffnet, 24/7 😉
Ich trainiere im Schnitt 4-6 Stunden pro Woche: 2 Stunden Laufen, 2-3 Stunden Radfahren (nur wenn’s warm ist) und eine Stunde Schwimmen. In der Vorbereitung für einen längeren Triathlon oder einen Marathon können es dann bis zu 10 Stunden werden, das kommt aber nicht so oft vor.

Mein Tag beginnt mit der Versandabwicklung vom Vortag, dann kommt die Bestandskontrolle, Einkauf und Disposition. Im Nachgang schaue ich mir die aktuellen Marketing Kennzahlen an (Facebook, AdWords) und die Conversions der laufenden Ads. Newsletter und Kampagnen werden geplant und umgesetzt. Achso, Buchhaltung gibt’s da auch noch…

Lass uns nochmal kurz auf Deine Produkte und Dein Business zurückkommen. Ich bin sicher, dass viele unserer Leser daran interessiert sind, wie Du an die Zielgruppe herankommst und diese ansprichst. Vielleicht kannst Du hier auch nochmal kurz beschreiben, wie Deine Zielgruppe genau aussieht.

Meine Zielgruppe sind Ausdauersportler im Alter zwischen ca. 25-55 Jahren. Im Bereich Sportnahrung ist der Markt hart umkämpft und sehr preissensibel. Beim FinisherBoard haben wir die Markenrechte erworben und mittlerweile ein sehr gutes Google Ranking.

Die Zielgruppe erreichen wir heute über vier Bereiche:

  1. Targeting bei Facebook und Instagram
  2. AdWords (FinisherBoard, Medaillenhalter, etc.)
  3. Ads bei Newsportalen im Bereich Running und Triathlon
  4. Event-Sponsorings

Vor einigen Wochen hast Du eventbaxx als Medium bei einem Marathon genutzt, indem Du dich mit einem Coupon beteiligt hast. Würdest Du sagen, dass der digitale Goodie Bag ein Channel ist, den Du öfter nutzen würdest und welchen Outcome konntest Du für Dich verzeichnen?

Das schöne bei einem eventbaxx-Sponsoring ist die hohe Relevanz und der perfekte Zeitpunkt für die Zielgruppe.

Gleichzeitig ergänzt der digitale Goodie Bag unseren ‚Digital-Marketing-Mix‘. Es war eine Win-Win-Win Situation. Win für den Athleten, weil er relevante Produkte erhält; Win für den Veranstalter, weil er durch das Sponsor-Couponing sein Invest in die Technologie teilsubventioniert und letztendlich Win für uns, weil wir enorm hohe Klickraten verzeichnen konnten. Gleichzeitig haben wir eine vergleichsweise hohe Conversion (Direct Sales) erzielt.

Wenn wir zukünftig die Chance bekommen, werden weitere Coupons anbieten, keine Frage!

Wie stehst Du generell zu der Digitalisierung in der Endurance Branche?

Ich sehe die Entwicklung sehr positiv. Vielleicht gibt es ja irgendwann eine digitale Startnummer 🙂 die man unabhängig vom Event einfach wiederverwenden kann, wie ein Zeitnahme-Chip, wer weiß 😉

Ernsthaft, insbesondere große Veranstalter sind bereits großartig organisiert und nutzen digitale Medien, angefangen beim Anmeldeprozedere, Kommunikation, Urkunden, Ergebnisse, etc. Da passt eventbaxx perfekt in den Gesamtprozess und der Athlet bekommt einen echten Mehrwert. Damit zukünftig die max. Teilnehmerlimits erreicht werden, muss der Athlet noch mehr in den Fokus rücken, vergleichen mit einem Kunden, damit er im nächsten Jahr wiederkommt! eventbaxx bietet die perfekte Plattform und bringt Veranstalter mit potentiellen Sponsoren zusammen.

pyramid - eventbaxx

 

Olga Baginski

Head of Marketing
Fanomena GmbH

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